Stellungnahme von Hans-U. Jakob, Präsident gigaherz.ch, Präsident Schweizerische Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener auf den Artikel in der Walliser Presse. (Kommentar ROT)

Dem Elektrosmog auf der Spur
Guttet-Feschel führt eine umfassende Messkampagne über nichtionisierende Strahlungen durch
G u t t e t / F e s c h e l.

Die Sendeanlage in Guttet-Feschel prägt nicht nur das Ortsbild, sie sorgt auch für Unbehagen in der Bevölkerung. Jetzt lässt die Gemeindebehörde die Strahlungen seit September 2006 messen.

Sie hat dazu eine Messkampagne der nichtionisierenden Strahlung (Elektrosmog) in Auftrag gegeben. Die ASEB führt seit dem August 2006 bis im Juli 2007 Langzeitmessungen durch. Sie ist nicht zu übersehen, die prägnante Sendeanlage auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Guttet-Feschel. Und sie beunruhigt die Einwohner. Haben die Strahlungen der Antennen einen Zusammenhang mit Krankheitsfällen, welche in der Gemeinde aufgetreten sind? «Eine klare Antwort auf diese Frage kann es nicht geben, zu komplex sind die Zusammenhänge und zu gross die unbekannten Faktoren. Hinzu kommt, dass das Thema halt sehr emotional diskutiert wird», sagt Anita Müller, vom ASEB-Kompetenzzentrum für nichtionisierende Strahlung. Die ASEB ist eine unabhängige und neutrale Netzwerkunternehmung.

Das sogenannte Kompetezzentrum ASEB ist bekannt dafür, an Gemeinden und Kantone   vorgefertigte Abschmetterungstexte (Konserven) gegen Mobilfunkeinsprachen zu liefern. Gegen gute Bezahlung, versteht sich.Von neutral kann da keine Rede sein.   ASEB lebt vorwiegend von Messaufträgen der Mobilfunkbetreiber und ist eine sogenannt akkreditierte Messfirma.  Um eine sogenannte Akkreditierung zu erlangen, muss man als Erstes eine Erklärung unterschreiben, dass man NIE andere Akkreditierte in Zweifel ziehen wird, ansonsten man der Akkreditierung entschädigungslos verliere.   Das heisst ca Fr. 30'000 ins Kamin schreiben wird. (Ein Muster dieser Erklärung kann bei Gigaherz bezogen werden)
Akkreditierte können einer Gemeinde somit beliebig alles vorgaukeln, ohne Gefahr zu laufen, je einmal zur Rechenschaft gezogen zu werden.   Das ist alles „genial“ eingefädelt.
ASEB ist uns auch als Standorthändler bekannt (Handel mit möglichen Senderstandorten)


14 Messsonden installiert
Auf dem Gemeindegebiet von Guttet-Feschel steht eine Rundfunk- und Mobilfunksendestation. Das Ziel der Messreihe besteht darin, die Strahlungsintensität auf dem Gemeindegebiet zu eruieren und die zeitliche Veränderung der Strahlung zu erfassen. Primär geht es bei den Messungen um den Rundfunksender, betont Müller.
In einer Voranalyse wurden flächendeckend 13 Messorte im Gemeindegebiet ausgewählt, bei welchen die höchsten Strahlungsintensitäten zu erwarten sind oder welche als besonders empfindlich gelten wie zum Beispiel das Schulhaus. Die Auswahl wurde in Zusammenarbeit mit Gemeindevertretern und der ASEB getroffen und mittels orientierenden Messungen unterstützt.
Gemeindeverteter sind ja alles ausgebildete Messfachleute und wissen besonders gut, wo die Sonden aufgestellt werden müssen.

Den Kern der Messkampagne machen Langzeitmessungen nichtionisierender Strahlung aus, welche die ASEB im August 2006 gestartet hat. Eine Messsonde wird im Freien während jeweils drei Wochen aufgestellt, an drei ausgewählten Orten misst sie dreimal zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Die ASEB ruft die Messresultate täglich ab und stellt sie auf dem Internet dar. Interessierte können sich laufend über die aktuellen Messungen informieren.

Messresultate sind «eher tief»
Die bisherigen Messresultate aus Guttet-Feschel zeigen, dass die Intensitäten der nichtionisierenden Strahlungen im Hinblick auf die Nähe zur Sendeanlage vergleichsweise tief sind. Obwohl sich alle Messorte im Freien befinden, liegen die Messwerte mit wenigen Ausnahmen sogar unter den schweizerischen Anlagegrenzwerten, welche in erster Linie für Innenräume definiert wurden. An den meisten Messstationen wurden Werte von knapp über oder unter 1 Volt pro Meter gemessen. Damit liege man weit unter dem Grenzwert im Freien von 28 Volt pro Meter.
Das ist grober Unfug.  Die Grenzwerte im Freien von 28V/m gelten nur für Kurzzeitaufenthalt.  Ueberall sonst gelten 3V/m. Bei Holzhäusern ist der Wert im Innern genau gleich hoch wie aussen.  Dämpfungen gibt es nur bei dicken Mauern und Eisenbeton.
Wenn die draussen 1V/m messen, ist das in einem Holzhaus innen auch 1V/m. Und wenn man in einem Stein- oder Betonhaus die Fenster öffnet, ist die Dämpfung auch futsch. Gesundheitsschäden gibt es bei TV- und Rundfunksendern, wissenschaftlich nachgewiesen, ab 0.2V/m.   Die sogenannten Anlage-Grenzwerte für Daueraufenthalt in Innenräumen von 3V/m wurden zum Schutz der Senderbetreiber vor den Ansprüchen der Bevölkerung geschaffen, ansonsten Anlagen wie Guttet-Feschel gar nie betrieben werden könnten.


 Vereinzelt wurden kurzzeitige Ausreisser gemessen, deren Ursache nicht eindeutig ist. Laut Müller könnten die Ausschläge mit der Wettersituation zu tun haben. Sie können aber, so Müller, wegen ihrer kurzen Dauer für die Beurteilung der Situation vernachlässigt werden. Tagesschwankungen sind ersichtlich und können daher rühren, dass Rundfunksender teilweise während der Nacht ausgeschaltet werden.
Das ist Unfug Nr. 2.  Beurteilungen sind anhand der Spitzenwerte (Peak-Hold) vorzunehmen und keinenfalls anhand von Durchschnittswerten.  ASEB darf Spitzenwerte nicht einfach als Ausreisser abtun.

Abschluss Ende August
Die Messresultate, welche über die Internetseite der Gemeinde abgerufen werden können, stossen auf grosses Interesse, wie seitens der Gemeindeverwaltung von Guttet-Feschel bestätigt wird. Offenbar, so Müller, zeige man sich erleichtert, dass die Werte weit unter dem laut Gesetz Erlaubten lägen. Es würden auf der Gemeinde deutlich weniger Anfragen in Bezug auf die Antenne gestellt als früher.
Ob die Messkampagne erfolgreich ist oder nicht, wird man erst beurteilen können, wenn alle Messresultate vorliegen und ausgewertet sind. Laut Müller rechnet man damit, dass dies Ende August 2007 der Fall sein wird.  hbi

Ob die Messkampagne glaubwürdig ist, kann lediglich von einem Nicht-Akkreditierten Messtechniker festgestellt werden.