Von der Riederalp in die ganze Welt

Drahtloser Gratis-Internetzugang auf der Riederalp

R i e d e r a l p. Ferien auf der Riederalp und gleichzeitig mit der weiten Welt verbunden dies ermöglicht das Projekt Openwireless. Feriengäste der Riederalp erhalten draht- und kostenlosen Zugang ins Internet.

«Nicht nur das Handy, auch das Notebook gehört mittlerweile zur Standardausrüstung von Feriengästen», stellt Alexander Buchner, Direktor von Riederalp Mörel Tourismus, fest. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde auf der Riederalp das Projekt Openwireless lanciert. Das kostenlose Funknetz erlaubt es, aus jeder Ecke der Tourismusdestination E-Mails zu checken, Börsenkurse zu verfolgen und Ferienfotos ins Netz zu stellen.


20 000 Franken
Den Stein ins Rollen brachte der Verein Jugendteam Riederalp. Gemeinsam mit dem technischen Knowhow der Interessengemeinschaft Openwireless aus Bern konzipierte und realisierte er das Projekt. Finanziell wurde das Jugendteam von Riederalp Mörel Tourismus unterstützt, welches für die Kosten der benötigten Infrastruktur Router und Antennen von rund 20 000 Franken aufkam. Die Summe wurde durch Sponsorengelder gedeckt.
Wie funktioniert eigentlich Openwireless? Ein Teil der Bevölkerung stellt seine ADSL-Anschlüsse zur Verfügung. Diese werden durch Router und die Antennen, welche an der Hauswand montiert werden, untereinander verbunden. Es entsteht ein flächendeckendes Netzwerk. Alexander Buchner zeigt sich positiv überrascht: «Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ein solches Projekt im Wallis realisierbar ist. Aber bei der Bevölkerung herrschte eine grosse Bereitschaft, bei der Realisierung mitzuhelfen.» Die Reaktionen seien durchwegs positiv abgesehen von einigen Ausnahmen. Sogar aus Holland habe man der Riederalp zum Openwireless gratuliert.


Ausbaufähig

Momentan sind auf der Riederalp 35 Router installiert. Bis zum Sommer wird das Funknetzwerk um weitere 25 Router ausgebaut und versorgt damit das ganze Gebiet von Riederalp Mörel Tourismus mit Gratis-Internet bis hinauf zur Villa Cassel auf 2100 Meter über Meer. «Die Möglichkeit eines freien Internetzugangs spielt bei der Wahl der Feriendestination sicherlich eine Rolle. Die Gäste schätzen diese Dienstleistung. Ich bin überzeugt, dass durch das Projekt Openwireless mehr Leute auf die Riederalp kommen werden», blickt Alexander Buchner zuversichtlich in die Zukunft.   sc


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Mit UMTS-System vergleichbar
„Es ist erstaunlich, dass UMTS-Antennen teilweise auf grosse Ablehnung stossen, gleichzeitig aber überall ein drahtloser lokaler Zugang ins Internet gefordert wird,“ wundert sich Leander Schmidt von der kantonalen Dienststelle für Lärm- und Strahlenschutz, besonders da „WLAN vom System her mit UMTS zu vergleichen ist und beide Netze nach Bedarf koppelbar sind.“ Es sei jedoch festzuhalten, dass die Strahlenbelastung bei einem Handy um ein Vielfaches höher sei, als bei WLAN.

Gesundheitsschäden unklar
Die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung legt die Strahlengrenzwerte für WLAN fest. „Wegen den geringen Leistungen der WLAN-Anlagen kann davon ausgegangen werden, dass diese im Wallis eingehalten werden“, so Leander Schmidt. Trotzdem sind die möglichen Auswirkungen von WLAN auf die Gesundheit unklar, wie das Bundesamt für Gesundheit bestätigt.